23.02.2010
Handwerkerbonus umsetzen
Die Einführung des Handwerkerbonus in Österreich stellt neben der thermischen Sanierung und der Investitionszuwachsprämie einen zentralen Punkt des maßgeschneiderten WKO-Wachstumspaketes dar, auf das die Wirtschaft angesichts der gedämpften Prognosen für 2010 und der steigenden Arbeitslosigkeit setzt.
„Der Steuerbonus, den wir im Rahmen der Wachstumsgesetze seit 2003 in Deutschland umgesetzt haben, hat sich als äußerst erfolgreiche Maßnahme für den Bereich Bau und Ausbau erwiesen, nicht nur in konjunktureller Hinsicht, sondern auch bei der Bekämpfung der Schwarzarbeit“, betonte Schleyer. Aufgrund der positiven Auswirkungen auf Umsatz und Beschäftigung wurden die Steuererleichterungen 2009 für das Handwerk sogar auf 1200 Euro pro Haushalt und Jahr verdoppelt.
Kampf gegen Schwarzarbeit
Nach aktuellen Berechnungen konnte die Schwarzarbeit in Deutschland durch diese Maßnahme um 7,8 Mrd. Euro, das entspricht rund 2,2 Prozent der Schwarzarbeit, reduziert werden und brachte dem Finanzminister geschätzte 800 Mio. Euro bis 1,7 Mrd. Euro an Mehreinnahmen, betonte Dominik H. Enste vom Institut der deutschen Wirtschaft Köln: „Im Kampf gegen die Schwarzarbeit gibt es zu einem steuerlichen Anreizmodell keine Alternativen. Studien haben bewiesen, dass schärfere Kontrollen letztlich mehr kosten, als sie bringen.“ Zu den Auswirkungen auf den Staatshaushalt bemerkte Enste, dass das Faktum der Verdoppelung des Steuerbonus zeige, dass das Modell auch aus Sicht der Staatsfinanzen positiv ist.

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