Interview mit Christian Will
18.04.2010
Frischer Wind bei Makita
Metall: Sie blicken bei Makita Österreich auf langjährige Berufserfahrung zurück, um jetzt die Leitung des Vertriebs zu übernehmen. Wie hat sich der Markt in den letzten Jahren verändert?
Will: Unser Hauptanteil liegt im Bereich Industrie & Gewerbe, aber auch die Baumärkte sind ein interessanter Partner für uns geworden. Kurzarbeit und Kündigungen stellen die Industrie vor eine große Herausforderung. Trotz der Wirtschaftkrise, die diese Bereiche in der Vergangenheit getroffen hat, setzt sich Makita am heimischen Markt weiter durch.
Welchen Herausforderungen kommen auf Sie zu?
Wir haben unsere Umsätze in den letzten zehn Jahren mehr als verdoppelt. Ziel ist es, mit konsequenter Arbeit diese erfreuliche Entwicklung fortzusetzen.
Unter dem Motto „weltweit bewährt“ bieten Sie dem heimischen Handwerk als echter Global Player Elektrowerkzeuge zum Bohren, Schrauben, Sägen, Fräsen und Hobeln. Wo liegen für Sie die Besonderheiten des heimischen Marktes?
Europaweit kämpfen viele Länder durch die Wirtschaftskrise gegen Umsatzeinbußen. Bei uns ist ein deutlicher Trend in Richtung hochwertiger Produkte zu erkennen. Es wird genau kalkuliert und bewusst in Qualität investiert.
Wie gelingt es Ihnen im Speziellen auf die Bedürfnisse des österreichischen Handwerks einzugehen?
Mittlerweile haben wir vier Demoleute, die österreichweit im Gewerbe unsere neuen Produkte testen und vorführen. Wir verkaufen nur über den Handel, der Endkunde kann jedoch Ersatzteile und Zubehör direkt bei uns kaufen. Die Quote unserer Lieferfähigkeit beträgt 98,8 Prozent.
Makita gilt vor allem als echter Pionier beim Einsatz von Lithium-Ionen-Akkus bei Elektrowerkzeugen. Welche Richtung verfolgt die Forschungs- und Entwicklungsarbeit von Makita?
Unsere Forschungsabteilungen sind mit modernster Technologie ausgestattet. Durch die gute Kommunikation mit Japan wird auf unsere Bedürfnisse eingegangen und wir werden prompt mit den neuesten Entwicklungen versorgt, um den heimischen Markt auch weiterhin so fortschrittlich betreuen zu können.
Wie sollen Service und Angebot weiter ausgebaut werden?
Wir haben unsere Serviceabteilung von sechs auf elf Mitarbeiter aufgestockt.
So schafft unsere heimische Werkstätte 91,8 Prozent aller Reparaturen innerhalb von 24 Stunden und 96,3 Prozent aller Reparaturen innerhalb von 48 Stunden.
Zubehör & Ersatzteile auch für ältere Modelle sind jederzeit verfügbar.
Durch viel Werbung und guter Kommunikation mit unseren Partnern bringen wir unser Angebot zuverlässig und schnell zum Endkunden. Wir sehen der Zukunft sehr positiv entgegen.

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