01.06.2010
voestalpine: Schwieriges Geschäftsjahr 2009/10
Der voestalpine-Konzern musste im Geschäftsjahr 2009/10 aufgrund der extrem herausfordernden wirtschaftlichen Rahmenbedingungen gegenüber dem Vorjahr zwar deutliche Umsatz- und Ergebnisrückgänge hinnehmen, weist aber dennoch in allen Ergebniskategorien weiterhin deutliche Gewinne aus. Der Umsatz ging krisenbedingt um gut ein Viertel auf 8,6 Mrd. EUR zurück.
„Hinter dem voestalpine-Konzern liegt - so wie für viele andere Unternehmen auch - das härteste und schwierigste Geschäftsjahr seit vielen Jahrzehnten. Gleich zu Beginn mit einer wirtschaftlichen Situation konfrontiert, in der nicht einmal die Entwicklung der nächsten Wochen, ja Tage absehbar war, sind wir heute, zwölf Monate später, um viele Erfahrungen reicher und dankbar dafür, dass wir es gemeinsam mit unseren Mitarbeitern, Kunden und Aktionären geschafft haben, diese Herausforderung erfolgreich zu meistern“, sieht Dr. Wolfgang Eder, Vorsitzendes des Vorstandes der voestalpine AG die Krise im Rückblick.
Die Highlights des Geschäftsjahres 2009/10 im Überblick:
- Geschäftsjahr 2009/10 vom konjunkturellen Umfeld her das schwierigste seit Jahrzehnten. Seit Sommer 2009 schrittweise konjunkturelle Erholung, deren Ausmaß und Geschwindigkeit hinsichtlich Regionen und Branchen stark differiert.
- Die Nachhaltigkeit des Aufschwunges wird maßgeblich von den Auswirkungen der angespannten Finanzsituation vieler Volkswirtschaften und der weiteren konjunkturellen Entwicklung der Emerging Markets – allen voran Chinas – abhängen.
- Extrem herausforderndes wirtschaftliches Umfeld führt gegenüber 2008/09 zu einem Rückgang der Umsatzerlöse um 27,1 % von 11.724,9 Mio. EUR auf 8.550,0 Mio. EUR.
- EBITDA und EBIT trotz Wirtschaftseinbruchs mit 1.004,3 Mio. EUR (- 41,3 %) bzw. 352,0 Mio. EUR (- 64,4 %) nach wie vor hoch positiv.
- Konzern-EBIT nur im 1. Quartal mit -26,3 Mio. EUR leicht negativ, im Jahresverlauf massive Steigerung auf zuletzt 176,8 Mio. EUR (4. Quartal).
- Durch Konjunktureinbruch auch Rückgang beim Ergebnis nach Steuern1 um 69,5 % von 611,6 Mio. EUR auf 186,8 Mio. EUR.
- Ergebnis je Aktie mit 0,65 EUR deutlich unter dem Wert des Vorjahres (3,26 EUR je Aktie), aber weiterhin klar positiv.
- Dividende von 1,05 EUR je Aktie auf 0,50 EUR je Aktie gesenkt (Vorschlag an die Hauptversammlung), dennoch Dividendenrendite von 2,2 % (gemessen am Geschäftsjahresdurchschnittskurs).
- Mit 1.019,2 Mio. EUR höchster Free Cashflow seit Bestehen des Konzerns.
- Massive Reduktion der Gearing Ratio von 88,2 % (31. März 2009) auf 71,3 % trotz schwieriger wirtschaftlicher Rahmenbedingungen und Dividendenzahlung an die Aktionäre und Hybridkapitalbesitzer.
- Breitflächiges und konsequent umgesetztes Krisenmanagement reduziert den „Break-even-Point“ sowohl für den Konzern als auch jede einzelne Division deutlich und führt im Geschäftsjahresverlauf 2009/10 zu überproportional starkem Ergebnisanstieg im Vergleich zur Umsatzentwicklung. EBITDA- und EBIT-Marge im 4. Quartal 2009/10 bereits wieder bei 15,1 % bzw. 7,8 %.

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