15.06.2010
Erfolgreicher Startschuss
Der ÖFHF setzte mit der Auftaktveranstaltung am 5. Mai 2010 seinen erfolgreichen Startschuss für die zweimal jährlich stattfindenden Themenabende. Mit Teilnehmern aus Architektur, Industrie und Gewerbe konnte sich der ÖFHF über großes Interesse und eine rege Teilnahme freuen.
Die Realisierung von hinterlüfteten Fassaden setzt bei Beratern, Architekten, Fachplanern und Ausführenden ein hohes Detailwissen voraus. Deswegen hat sich der ÖFHF einen ständigen Wissensaustausch zum Ziel gesetzt. „Mit dieser Veranstaltung haben wir den ersten Schritt gesetzt, um die vielen Vorteile von vorgehängten hinterlüfteten Fassaden aufzuzeigen“, erklärte Vorstandsvorsitzender Anton Kogler in seiner Eröffnungsrede.
Der ÖFHF konnte als Vortragende Dr. Frederik Lehner, Interconnection Consulting, Dipl. HTL Ing. Gerhard Leibetseder, IBS-Linz, sowie DI Erich Röhrer, selbstständiger Bauphysiker, gewinnen. Als erster Referent sprach Dr. Frederik Lehner über eine Marktstudie für vorgehängte hinterlüftete Fassaden. Die Kernaussage besagt, dass in Österreich im Jahr 2009 im Nicht-Wohnbau zirka 663.000 m² vorgehängte hinterlüftete Fassaden montiert wurden. Für 2010 und die Folgejahre ist die Aussage noch ungewiss, weil die derzeitigen Umstände mit Griechenland und den anderen Bankrott-Kandidaten Prognosen unsicher machen.
Generell sind Umsätze im Nicht-Wohnbau seit 2008 rückläufig und eine Erholung ist noch nicht in Sicht. Ab 2012 könnte sich wieder ein leichtes Wachstum einstellen. Das zweite Thema des Abends war der Brandschutz bzw. die seit 3. Mai 2010 nunmehr gültigen neuen Klassifizierungen und Vorschriften. Die Präsentation von Dipl. HTL Ing. Gerhard Leibetseder vom IBS Linz umfasste alle Anforderungen der neuen Bauprodukterichtlinie an Bauwerken. Der Vortrag von Leibetseder gab auch Aufschluss über die neuen Klassifizierungen von Baumaterialien, hinsichtlich ihrer Brennbarkeit.
Der letzte Part des Abends, vorgebracht von DI Erich Röhrer vom Institut Röhrer für Bauphysik aus Korneuburg (Niederösterreich), behandelte die Themen Wärme- und Schallschutz in vorgehängten hinterlüfteten Fassaden. Die Bauphysik ist heutzutage das Um und Auf bei Fassaden – einerseits um Schäden am Baukörper von vorneherein zu vermeiden und andererseits um das Maximum an Wärmedämmeigenschaften und damit Heizkosteneinsparungen herauszuholen. Hier kommt natürlich dem Feuchteschutz auch eine sehr wichtige Rolle zu, denn die Wärmedämmeigenschaften werden durch Feuchte negativ beeinflusst. Zusätzlich ergeben sich dann möglicherweise noch Probleme mit Korrosion und dadurch zusätzlich hervorgerufenen Bauschäden.
Mit 90 Teilnehmern und elf Sponsoren zeigte sich der Vorstand des ÖFHF zufrieden über die gelungene Premiere.

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