Trumpf-Laserbeschriftung
21.07.2008
Flexibel und universell
Kleinste Losgrößen, steigendes Qualitäts- und Kostenbewusstsein sowie zunehmende Anforderungen an die Produktkennzeichnung prägen die moderne Fertigung. Viele industrielle Produktionsgüter werden heute aus unterschiedlichen Gründen beschriftet. Eine Kennzeichnung erfolgt werkstück- und gerätespezifisch, zur Aufbringung von Funktionselementen, zur Werkstückidentifikation, zur Gewährleistung durchgängiger Rückverfolgbarkeit, als ImitaÂtionsÂschutz, zur Farb- und Designgebung und zur Aufbringung von Markierungslinien und Körnungen. In allen Branchen sind Kennzeichnungen auf Werkstücken erforderlich. Das Aufbringen von Zahlen, Texten oder identifizierenden Codes wurde ein Teil der Wertschöpfungskette. Der Laser hat sich für all diese Aufgaben als fortschrittliches Beschriftungswerkzeug etabliert, weil er den Anforderungen in besonderem Maß gerecht wird. Die Laserbeschriftung erschließt daher zunehmend neue Anwendungen oder ersetzt herkömmliche Druck- und Prägeverfahren. Der Laserstrahl arbeitet berührungslos und verschleißfrei. Dadurch eignet er sich für die Beschriftung jeglicher Werkstückformen, selbst an schwer zugänglichen Stellen. Diese Art der Kennzeichnung ist abriebfest und daher beständig. Rohlinge, Halbfertig- und Fertigprodukte aus verschiedenen Materialien werden in allen VariatioÂnen hochwertig und schnell beschriftet. Durch einfache Programmierbarkeit des Lasers können neben Seriennummern und Texten auch Barcodes, Data-Matrix-Codes, Logos und Zeichnungen aufgebracht werden. Für einen Motivwechsel wird lediglich das Beschriftungsprogramm geändert. Rüst- und Wartezeiten entfallen. Zum Beschriften wird der Laserstrahl auf das Werkstück fokussiert. Die Wechselwirkung mit der Oberfläche hat je nach Material, Wellenlänge des Lasers und eingestellten Beschriftungsparametern unterschiedliche Effekte. Man unterscheidet folgende Arten der Materialbearbeitung: Gravieren, Schichtabtrag, Erzeugen von Anlassfarben, Farbumschlag und Schäumen. Im Vergleich zu herkömmlichen Gravur-, Präge-, Ätz- und Druckverfahren besticht die Laserbeschriftung durch unerreichte Flexibilität bei höchster Bearbeitungsqualität und Wirtschaftlichkeit. Mit dem Laser sind Materialien aller Art ohne Vor- und Nachbehandlung zu beschriften. Dadurch werden die Kosten zusätzlich gesenkt.
Die Laserbeschriftung erfolgt nach dem Trumpf-VectorMark-Prinzip. Dabei wird der Laserstrahl mithilfe von zwei beweglichen Spiegeln mit hoher Geschwindigkeit über das Werkstück bewegt. In Sekundenbruchteilen wird aus aneinander gereihten Linienzügen ein beliebiges Schriftbild oder Motiv erzeugt. Die Größe des beschrifteten Bereichs ist abhängig von der verwendeten Bearbeitungsoptik. Um ein breites Materialspektrum – von Metall bis Kunststoff – beschriften zu können, sind verschiedene Arten des Laserstrahls erforderlich. Die VectorMarks von TRUMPF erzeugen diodengepumpt Wellenlängen von 1.064 mm, im Infrarot-Bereich bis zu 355 mm im nahen UV. Mittels variabler Bearbeitungsoptiken sind quadratische Beschriftungsfelder bis zu 290 mm Kantlänge möglich. Das Ausrichten der Beschriftung auf dem Werkstück erfolgt mit einem Positionierlaser. Die präzise Auflösung des Schriftbildes erfordert ein Strahlführungssystem mit höchster Positionier- und Wiederholgenauigkeit. Synchrone Mehrkopfsysteme stehen zur Erhöhung der Produktivität zur Verfügung. Laser-Markierer befinden sich im rauhen gewerblich-industriellen Umfeld im Einsatz. Deshalb sind Robustheit und Arbeitssicherheit ein Muss. Die VectorMark Laserverschluss-Steuerung garantiert im Betrieb maximale Sicherheit für das Bedienpersonal. Alle Workstations entsprechen der Laserschutzklasse 1. Die Beschriftungssoftware vereinfacht die Nutzung des Markierlasers. Sie basiert auf Windows, wobei die Dialogfenster den Bediener beim Programmieren unterstützen. Flexible Programmierungsmöglichkeiten und eine offene Schnittstellen-Architektur ermöglichen softwareseitig eine einfache Einbindung eines VectorMark in automatisierte Fertigungslinien. Die Ansteuerung und das Auslesen von Schnittstellen aller industrieller Standards wird durch die grafisch orientierte Ablaufprogrammierung unterstützt.
So ändern sich die Zeiten auf beim Schreiben: Aus dem Tintenfass wurde die Laserquelle, und der Federstiel wandelte sich zur Fokussieroptik.
www.trumpf.at

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