27.05.2009
Ressourcenschonende Verfahrenstechnik
Seit den 60er-Jahren konnte Welser durch die Erschließung neuer Anwendungsgebiete und maßgeschneiderter Produktlösungen sein Tätigkeitsfeld kontinuierlich erweitern und zeigt sich mit seinen elf Vertriebsniederlassungen immer in der Nähe der Kunden. Die Herstellbarkeit belastungsangepasster und gewichtsoptimierter Teile gewinnt zukünftig angesichts der wachsenden Notwendigkeit, Ressourcen zu schonen und den CO2-Ausstoß zu reduzieren, bei Neuentwicklungen eine immer größere Bedeutung. Zunächst führte diese Anforderung allgemein zum Einsatz höherfester Werkstoffe in Verbindung mit reduzierten Wandstärken. Mit der Entwicklung neuer Werkstoffe – speziell der hoch– und höchstfesten Stähle –, angetrieben durch die wachsende Notwendigkeit, das spezifische Gewicht einzelner Bauteile zu reduzieren, wurde das Kaltprofilieren auch von Branchen, in denen dieses Verfahren bis dahin nur eine untergeordnete Rolle gespielt hat, vor einigen Jahren als attraktive Ergänzung zu konventionellen Fertigungstechnologien entdeckt. Insbesondere in der Automobilindustrie und im Transportwesen ist der Beitrag zum Leichtbau durch die gute Verarbeitbarkeit höher und höchstfester Stähle ein Schlüsselfaktor. Neben diesem sogenannten MaterialÂleichtbau gewinnt aber der Formleichtbau auf dem Profilsektor eine immer größere Bedeutung. Diesem Umstand hat Welser Profile mit der Entwicklung einer neuen Verfahrenstechnik beim Kaltwalzprofilieren Rechnung getragen. Ein Fertigungsverfahren zur Herstellung von Profilen mit gewichts- und konstruktiv optimierten Profilquerschnitten bei hohen Festigkeits- und Stabilitätskennwerten und gleichzeitig geringem Metergewicht ist von Welser zum Patent angemeldet. Neben dem Vorteil der deutlichen Gewichtsreduktion, der Reduktion des Materialbedarfs und der daraus resultierenden Kosteneinsparung zählen eine erhöhte Festigkeit im verringerten Bandbereich und die Möglichkeit einer Bearbeitung von bereits vorverzinkten Bändern zu den großen Vorteilen des Umformverfahrens. In den Branchen Schalungstechnik und Befestigungstechnik finden sich derartige Profile bereits im Einsatz, weitere Entwicklungen im Bereich Transport und Logistik stehen vor der Serienreife.
Zudem lassen sich – je nach Anforderungen – im Profilierprozess vielfältige Stanz- und Prägeoperationen sowie thermische und mechanische Fügeoperationen integrieren. Die Begeisterung der Kunden zeigt das große Potenzial dieser Entwicklung. Vor allem, weil Welser den Kunden aufgrund seiner vielseitigen Gestaltungs- und Verarbeitungsmöglichkeiten von Walzprofilen bei der Lösung ihrer unterschiedlichen und vielseitigen Probleme Hilfestellung bietet. Angesichts der Lage am Rohstoff- und Energiemarkt eröffnet diese neue Technologie des Profilierens jedenfalls vielfältige Einsatzmöglichkeiten in den verschiedensten Industriebereichen. Welser hat es verstanden, eine Innovation industrietauglich und bedarfsgerecht umzusetzen.
aus: Metall 5/09, S. 26

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