27.05.2009
Treffpunkt Werkschulheim Felbertal
Das Interesse an dem in Österreich einzigartigen Schulmodell war groß. In seiner Begrüßungsrede ging Direktor Winfried Kogelnik auf die Besonderheiten dieser Schule ein. Neben der Matura machen die Schüler auch eine Ausbildung mit Lehrabschluss entweder im Beruf Maschinenbautechnik, Mechatronik oder Tischlereitechnik. Die Schüler leben vorwiegend im schuleigenen Internat in gemischten Kleingruppen unter der Leitung von bestens ausgebildeten Erziehern. Ein abschließender Rundgang durch die Werkstätten vermittelte einen Eindruck über die hervorragende Ausstattung und Ausbildung. „Besonders wichtig ist uns der Kontakt zur Wirtschaft, um auch deren Bedürfnisse zu kennen und am Puls der Zeit ausbilden zu können“, so Kogelnik. Innungsmeister Ing. Eckehard Lang bedauerte in seinem Bericht die Absage der Beteiligung am letztjährigen Rupertikirtag, da sich niemand zur Handwerkspräsentation im Schmiedebereich bereit erklärt hat. Er ersucht daher für heuer um Unterstützung, um eine beabsichtigte Beteiligung wieder zu ermöglichen. Elf Meisterprüfungskandidaten haben im Vorjahr erfolgreich abgeschlossen. Derzeit besuchen 30 den Vorbereitungskurs. Von der Innung überarbeitet und neu aufgelegt wurden das Branchenlogo „Metalltechnik“ in Form einer CD sowie die allgemeinen Geschäftsbedingungen. „Je mehr Betriebe das Logo verwenden, umso sichtbarer und besser wird die Branche am Markt wahrgenommen“, ruft Lang zur Verwendung auf. „Die glühende Metallkugel steht für das verarbeitete Material Metall, die aufgesetzten Ringe sollen auf die globale Bedeutung der Branche hinweisen.“ Nach wie vor Probleme gibt es mit der Pflichtpraktikantenregelung im Kollektivvertrag, die einem Praktikanten einen höheren Lohn garantiert als einem Lehrling im dritten Lehrjahr. Die Beschäftigung im Rahmen eines Volontariats ist nur dann möglich, wenn der Schüler keine Praktikumsbestätigung braucht. Weiters informiert Lang über die gute Zusammenarbeit mit der Berufsschule. Er ruft alle Ausbildungsbetriebe dazu auf, ihre Lehrlinge im dritten Lehrjahr zum Schweißkurs, der begleitend zum Berufsschulunterricht in der Berufsschule Hallein angeboten wird, auch anzumelden. Die anfallenden Kurskosten werden mit 75 Prozent über die Förderstelle der Lehrlingsstelle ersetzt. Ab Herbst wird es für die Ausbildungsbetriebe möglich sein, ihre Lehrlinge über Internet zum Berufsschulbesuch einzubuchen. Die von der Innung abgeschlossene Rahmenversicherungsvereinbarung ist sehr gut und bringt in vielen Fällen einen besseren Deckungsumfang bei geringerer Prämie. „Ich empfehle daher, sich an den Versicherungsmakler Krauss, www.krauss.at zu wenden, der dieses Produkt vertreibt“, so Lang. Mit viel Engagement kümmert sich Lehrlingswart Ing. Michael Herbst um das Thema der Ausbildung. Er präsentiert die neuen Förderungen mit der Basisförderung, jener für neue Lehrstellen, dem Ausbildungsnachweis zur Mitte der Lehrzeit, überbetrieblichen Ausbildungsmaßnahmen wie Schweiß-, Dreh- oder Fräskurse sowie guten bzw. ausgezeichneten Lehrabschlussprüfungen. Insgesamt kann dabei ein Betrag von maximal 8000 Euro pro Lehrling lukriert werden. Detailinfos sind auf www.lehre-fördern.at zu finden. Innungsgeschäftsführer Hiegelsperger liefert den Finanzbericht und kann die Innung auf eine stabile Einnahmensituation zurückblicken.
Abschließend wurden für eine langÂjährige unternehmerische Tätigkeit geehrt: Stahl-Hacksteiner-Metall GmbH, 25 Jahre; Fasthuber Helmut, 40 Jahre; Gebrüder Trilety GmbH, 50 Jahre; Fritzenwanker Leopold Johann, 25 Jahre; Ing. Theodor Wimmer, 45 Jahre.
aus: Metall 5/09, S. 37

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