Maschinenbau
22.07.2009
Frischer Wind durch junge Technikgenies
Gerade jetzt entscheidet erstklassige Ausbildung über den Wettbewerbsvorteil von morgen“, sagt DI Werner Köhldorfer, betreuender Professor der Grazer HTL Bulme. „Entscheidend ist auch, dass alle Diplomarbeiten bereits von den Partnern der Industrie schon umgesetzt worden sind oder sich in Umsetzung befinden. Das Niveau der eingereichten Arbeiten verblüffte alle Experten der Jury, das war technisches Know-how vom Feinsten!“
3D-CAD Advanced-Diplomarbeiten
Platz drei und Bronze erhielten die beiden Maturanten Markus Gruber und Johannes Rudelstorfer der HTL Steyr für die Konstruktion eines Heckspoilers für einen „Mazda 6 Wagon“. Das Projekt wurde gemeinsam mit dem Automobilzulieferer „Polytec FOR“ realisiert. Der zweite Platz ging an die beiden Maturanten Gerhard Rosensteiner und Klaus Weirathmüller der HTL Steyr. Sie konstruierten für Tierärzte einen mobilen Operationstisch, der optimale ergonomische Arbeitsbedingungen bietet. Den ersten Platz errangen die Maturanten Kevin Berner, Florian Kärntler, Daniel Pein und Markus Wonisch der HTL Bulme Graz. Thema der Diplomarbeit: „Kinematikprüfstand für Radaufhängungen“ – damit werden die verschiedenen dynamischen Eigenschaften des Fahrwerks dargestellt.
3D-CAD Konstruktionsarbeiten
Der dritte Platz ging an David Hochfilzer, Schüler der dritten Schulstufe der HTL Eisenstadt für die Konstruktion des Heckrotors eines Hubschraubers. Die Silbermedaille errang Daniel Nagl der HTL Wiener Neustadt für ein zweistufiges Kegelradgetriebe. Das Siegerprojekt in dieser Kategorie stammt von der HTL Bulme Graz. Die Maturanten Elias Schneider und Andreas Puntigam konstruierten und berechneten einen Reihensechszylindermotor bis ins kleinste Detail in mehr als 400 Arbeitsstunden. Besonders stolz sind die Preisträger auf ein selbst gestecktes Ziel: Durch die besondere Ventilsteuerung wurde eine 12-prozentige Benzineinsparung möglich. Auch der Gastgeber der Veranstaltung, DI Christoph Kauer, Geschäftsführer des Hartmetallherstellers Boehlerit, betonte die Notwendigkeit von gut ausgebildeten Ingenieuren. „Trotz der schwierig gewordenen Situation halten wir bei Boehlerit an der Lehrlingsausbildung sowie an Weiterbildung der hochqualifizierten Mitarbeiter fest. Gut ausgebildete Ingenieure sind ein Garant dafür, die Krise zu meistern.“
(Printausgabe)

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