Arge Oberflächentechnik
10.11.2009
Zink und Zukunft
In unserer Umwelt stoßen wir ständig auf Zink - es ist in Böden, Wasser, Biomasse und der Luft in unterschiedlichen Konzentrationen enthalten. Ganz nebenbei stellt es für den Menschen ein lebenswichtiges Spurenelement dar, und jeder von uns sollte laut WHO täglich zirka 15 Milligramm davon zu sich nehmen.
Im August 2008 erschien der Abschlussbericht über die Risikobewertung von Zink, der wiederum festhält, dass die Nutzung von Produkten dieses Metalls weder direkte oder indirekte gesundheitliche Risiken für den Menschen mit sich bringt, noch schädliche Auswirkungen auf Böden hat. Wird aber etwa damit geschweißt, sollten dementsprechende Maßnahmen getroffen werden. Für die Risiken einzelner Gewässer oder eine anderwärtig teils zu hohe Zinkkonzentration können aber laut Dr.-Ing. Sabina C. Grund der InitiativeZink die Zinkanwendungen nicht "per se" verantwortlich gemacht werden.
Passivierungsverfahren
Unter Passivierung versteht man den Einsatz von Chrom(III) haltigen Schichten, während Chromatierung Chrom(VI) benutzt, dessen Anwendung ist mittlerweile aber auf Grund gesundheitlicher Aspekte verboten beziehungsweise stark eingeschränkt. Als Alternative gilt Kobalt, das sich in die Schicht einbaut und schwerlösliche Spinelle bildet. Die Hitzebeständigkeit wird so gesteigert. Darauf zu achten ist, dass alle Kobalt-Salze mittlerweile ebenfalls als giftig eingestuft wurden, und so sind die zugehörigen Konzentrate zu kennzeichnen. Ziel ist es somit, auch dieses Element aus den Passivierungsverfahren zu eliminieren und sie durch toxikologisch unbedenkliche Metalle zu ersetzen.
Galvanische Zink- und Zinklegierungsverfahren
Bester Korrosionsschutz wird hier durch die Kombination Zink/Nickel (14 vor 6,5 prozentig) gewährleistet, gefolgt von Zink/Eisen - wobei erwähnt werden sollte, dass durch Passivierung dieser Schutz bedeutend erhöht wird. Am schlechtesten schneidet reines Zink ab. Da ab Ende 2010 borsäurefrei gearbeitet werden muss - die europäische Kommission klassifizierte dieses Element als giftig - wurden neuartige, saure Zinkelektrolyte entwickelt, deren klare Vorteile einfache, sowie sichere Handhabung und Schutz der Umwelt sind. Im alkalischen Bereich wurden die Abscheideraten erheblich erhöht. Dazu Dr. Björn Dingwerth von Atotech: "Je nach Anwendungsbereich kann ein richtig eingesetzter Elektrolyt die Produktivität beträchtlich steigern." Der Trend geht natürlich auch hier zu "grüneren" chemischen Produkten, das heißt unter anderem Passivierungen ohne Chrom und Kobalt und mit geringem Nitratgehalt.
Der komplette Beitrag steht in Metall 11, die am 16.11.2009 erscheint
Von Kerstin Schustereder

METALL
|
|
NEWSLETTER
|
BESTELLEN |
Specials
ADVERTORIAL
|
Sicherheit am Bau: Aktuelle Tipps und Veranstaltungsreihen
|
Werbung
Werbung



Drucken
Empfehlen
Kommentieren
Share
Kommentar schreiben






