Internationalen Eisenwarenmesse
07.01.2010
Welt der Hardware-Kompetenz
Eberhard Fuchs sprach mit Oliver P. Kuhrt, Geschäftsführer der Koelnmesse GmbH.
Metall: Es bläst heuer generell der Wirtschaft und daraus resultierend auch den Messen ein scharfer Wind um die Ohren. Wie ist die Erwartungshaltung für die „Internationale Eisenwarenmesse Köln“?
Oliver P. Kuhrt: Gerade in wirtschaftlich schwierigen Zeiten ist eine internationale Leitmesse wie die „Internationale Eisenwarenmesse Köln“ für die Branche wichtig, um als Exportplattform für das multilaterale Geschäft positive Impulse zu setzen. Wir sind zuversichtlich, dass die Messe in ihrer Rolle als weltweit führende Veranstaltung für den Hardware-Sektor den beteiligten Branchen Schwung für das kommende Jahr verleiht. Aufgrund der momentanen wirtschaftlichen Lage im In- und Ausland werden wir von 28. Februar bis 3. März 2010 allerdings keine neuen Aussteller- oder Flächenrekorde in Köln aufstellen können.
Metall: Österreich war 2007 mit rund 20 Ausstellern in Köln vertreten. Wie sieht das Engagement österreichischer Firmen für 2010 aus?
Oliver P. Kuhrt: Aktuell haben 13 Firmen aus Österreich angemeldet, mehrheitlich aus dem Segment Hand- und Elektrowerkzeuge. Aber auch Sicherheit und Befestigungstechnik sind vertreten. Damit ist die Beteiligung österreichischer Firmen auf der „Internationale Eisenwarenmesse Köln“ in etwa auf demselben Niveau wie vor zwei Jahren.
Metall: Werden neue Bereiche/Branchen auf der Messe angesprochen?
Oliver P. Kuhrt: Wir haben die „Internationale Eisenwarenmesse 2010“ neu gegliedert. Die Aufteilung in die fünf AngebotsÂbereiche „Tools“, „Industrial Supply“, „Fastening and Fittings“, „Locks and Fittings“ sowie „Home Improvement“ sorgt für eine noch klarere Struktur und verdeutlicht zudem die große Hardware-Kompetenz der Messe. Der Industriebedarf wurde aus dem Werkzeugsegment herausgelöst und erhält auf der Messe so eine eigene Identität, ebenso wie die Befestigungstechnik. Damit bilden wir nun die Hardware-Kompetenz in vier von fünf Segmenten ab. Der Zusatz „Practical World“ im Messenamen entfällt.

Oliver P. Kuhrt
Oliver P. Kuhrt: Unter den von Ihnen genannten Bereichen ist Werkzeug der mit Abstand stärkste. Die Eisenwarenmesse bietet im Werkzeug-Segment ein in der Breite wie Tiefe weltweit starkes Angebot. Erstmals haben wir wie schon erwähnt den Industriebedarf aus diesem Bereich ausgegliedert und ihm eine eigene Identität auf der Messe gegeben. Gemeinsam mit der Befestigungstechnik und dem Schloss-&-Beschlag-Angebot machen Âdiese Pfeiler die Hardware-Kompetenz der kommenden Messe aus.
Metall: Rund 70.000 Besucher waren bei der letzten Eisenwarenmesse in Köln. Sind Sie zuversichtlich, auch 2010 diese Marke zu erreichen, und welche Maßnahmen werden gesetzt?
Oliver P. Kuhrt: Zum jetzigen Zeitpunkt ist es quasi unmöglich, in Sachen Besucherzahlen eine verlässliche Prognose abzugeben. Unser Ziel ist es, das Niveau der Vorjahresveranstaltung in etwa wieder zu erreichen. Erstmals bieten wir unseren Ausstellern in diesem Jahr ein Besucher-Promotion-Paket an, mit dem sie die Möglichkeit haben, zu einem Festpreis so viele Kunden zum kostenlosen Messebesuch einzuladen, wie sie wollen. Dadurch können Unternehmen ihre Bestands- sowie potenzielle Neukunden „in großem Stil“ nach Köln einladen und ihnen ihre Neuheiten und Innovationen in persönlichen Gesprächen vorstellen.
Metall: Die Halle 11 stand ganz im Zeichen der Sicherheit. Von Door-Systems über Key-Ident-Systeme sowie Komfort beim Zutritt wurden viele Innovationen gezeigt. Welche Neuerungen dominieren eigentlich diesen Markt?
Oliver P. Kuhrt: Das Schloss-&-Beschlag-Segment präsentiert sich auf der „Internationale Eisenwarenmesse 2010“ erstmals in einer Halle mit der thematisch verwandten Befestigungstechnik. Gezeigt wird das klassische Handelssortiment, insbesondere mechanische Lösungen werden dabei im Vordergrund stehen. Welche Innovationen die Hersteller konkret im Gepäck haben werden, haben sie uns natürlich noch nicht verraten.
Metall: Eine immer wiederkehrende Frage ist auch, wie es der Werkzeugmaschinenindustrie geht. Kehren die Top-Brands bei den Elektrowerkzeugen wieder zurück auf die Messe?
Oliver P. Kuhrt: Wir haben mit den führenden Elektrowerkzeugherstellern intensive Gespräche geführt. Sie werden aus verschiedenen Gründen, insbesondere vor dem Hintergrund der aktuellen Lage, 2010 nicht in Köln ausstellen.
Metall: Welche Highlights sind diesmal auf der Messe angesagt?
Oliver P. Kuhrt: Messe-Highlights sind natürlich die vielen Innovationen, Produktneuheiten und Weiterentwicklungen, die die Aussteller aus aller Welt auf der „Internationale Eisenwarenmesse Köln“ vorstellen werden. Daneben stehen auch im Rahmenprogramm an verschiedenen Stellen Neuheiten im Fokus, wie beispielsweise im „Innovationscenter Befestigungstechnik“, das in Zusammenarbeit mit dem Rohn-Verlag organisiert wird. Dieser nutzt die Messe auch, um in Köln die Gewinner des Innovationspreises „Produkt des Jahres“ zu präsentieren. Ein weiteres Programmhighlight ist 2010 die Sonderschau „Moderne Elektrowerkzeuge für mehr Produktivität, Sicherheit und Ergonomie“, die in Zusammenarbeit mit dem Fachverband Werkzeugindustrie (FWI) und dem Deutschen Werkzeugmuseum Remscheid gezeigt wird. Das Fachpublikum darf sich auf vier Messetage in Köln freuen, die ihnen echten Mehrwert für ihr Business bieten.
Metall: Welche Botschaft haben Sie an den Besucher?
Oliver P. Kuhrt: Die ganze Welt der Hardware-Kompetenz erwartet die Besucher von 28. Februar bis 3. März auf der „Internationale Eisenwarenmesse Köln“. Die Breite und Tiefe des Angebots, bspw. im Werkzeugbereich, ist im Vergleich zu anderen Veranstaltungen unerreicht. Neben der Internationalität auf Ausstellerseite – 2008 waren es 80 Prozent – zeigt die Fachmesse exklusiv für den Profi aus dem Handel und den Einkäufer aus der Industrie Profi-Bedarf und die neuesten Trends. Die Messe ist ganz auf die Bedürfnisse des Fachpublikums zugeschnitten und bietet Orientierung in einem Markt, der durch eine Vielzahl von Anbietern und Produkten gekennzeichnet ist. Nur in Köln finden Profis einen Marktüberblick in fünf Angebotsbereichen kompakt auf einer Messe.

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