Hueck + Richter
21.01.2010
Extreme in Serie
Knapp unterhalb des Gurnergipfels, mit Blick auf den Großglockner, liegt in 2.621 m Höhe eine touristische Anlage, die wohl einmalig in Österreich, wenn nicht in Europa ist. Die Adler Lounge. Eine Seilbahn-Bergstation und ein Restaurant sind architektonisch miteinander verbunden. Der viergeschoßige Bau beherbergt ein Sportgeschäft, großzügige Suiten mit insgesamt 16 Betten und Wellnessbereich sowie Seminarräume in den Untergeschoßen. Das Erdgeschoß gehört den Restaurationsbetrieben, wo Chef Walter Hartweger und sein Team die Gäste verwöhnt. Im ersten Stock krönt die Lounge mit dem phänomenalen Rundblick das Ensemble. Der moderne Baustil und die großen Glasflächen fügen sich ideal in die Landschaft ein. Der Panoramablick auf über 60 Dreitausender ist einzigartig.
Solch ein Bau in großer Höhe, ausgesetzt den rüden klimatischen Verhältnissen des Hochgebirges, stellt natürlich höchste Anforderungen an Material und Verarbeitung – insbesondere der Fassaden. So wurden bei Planung und Konstruktion Windlasten bis zu 200 km/h berücksichtigt. Für den stabilen Unterbau der Fassade kamen Pfosten von 27 cm Tiefe zum Einsatz.
Doch beginnen wir am Anfang! Schon ab 2005 beschäftigte sich Heinz Schultz, Chef der Schultz Gruppe, die in ganz Tirol Bergbahnen und Hotels betreibt, mit der Idee, ein völlig neuartiges architektonisches Konzept in einzigartiger Höhe zu realisieren. Die Planung wurde von der Wohnbau Schultz GmbH & Co KG durchgeführt, als Bauherr fungierte die Bergbahnen Kals am Großglockner GmbH & Co KG.

„Geplanter Baubeginn war September 2008“, meinte er mit einem grimmigen Lachen, „doch da lag auf der Baustelle nach einem Wettersturz 1,10 m Schnee, sodass wir erst im Oktober beginnen konnten! Die von uns vorgefertigten Bauteile konnten nur mit speziellen Allradfahrzeugen, u. a. einem 8-Achser, in das hochalpine Gebiet gebracht werden. Doch das Schwierigste waren die oft stürmischen Windverhältnisse, wenn Glasfassadenelemente mit 2,60 m Höhe und 1,90 m Breite millimetergenau mit einem Kran positioniert werden mussten.
Welche Gewichte bei einer 3-Scheiben-Verglasung mit insgesamt 34 mm Glasstärke da bewegt wurden, kann man sich leicht ausrechnen. Und das bei 3 x 24 m Fassadenlänge und insgesamt 530 m² Fassadenfläche.“ (Die Berechnung der Redaktion ergab 107 Elemente à 550 kg!) Sturm und Schnee begleiteten dann die Mannschaft von sechs Monteuren den ganzen Winter hindurch, doch zum Glück konnte die Außenhaut bereits im Dezember geschlossen werden. Für die Fassade wurde die auch unter extremsten Bedingungen bewährte Serie VF 50 von Hueck/Hartmann eingesetzt. Fenster und Türen wurden mit der Serie 1.0 konstruiert, darunter zwei zweiflügelige Eingangstüren. Beim Windfang kam die Serie A 72 zum Einsatz. Die Elemente wurden in der großen Fertigungshalle der Firma Idl in Nußdorf-Debant unter der Leitung von Herrn Mitteregger vorfabriziert.
Die Adler Lounge wurde am 3. Juli 2009 pünktlich eröffnet. Der erfolgreiche Einsatz von Hueck/Hartmann-Serien unter so extremen Verhältnissen gibt allen Bauherren die Sicherheit, dass diese ausgereiften Serien für jedes Projekt die optimale Wahl darstellen.
Kontakt: Hueck+Richter Aluminium GmbH
1230 Wien, Rossakgasse 8, Tel: 01 667 15 29-0,
Fax: 01 667 15 29-141, E-Mail: office@hueckrichter.at,
www.hueckrichter.at
2751 Steinabrückl, Blätterstraße 9–11,
Tel: 2622 43 110-0, Fax: 02622 43 110-43

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